Emmi-dental Professional im Test

Emmi-dental Professional

Emmi-dental Professional
8.025

Preis

7/10

    Ausstattung

    8/10

      Akkulaufzeit

      9/10

        Gewicht

        8/10

          Vorteile

          • - 96 Millionen Luftschwingungen pro Minute ermöglichen Zahnreinigung in jedem Winkel
          • - Umfangreicher Lieferumfang samt Zahnpasta
          • - Überragende Akkulaufzeit
          • - Für anspruchsvolle Ultraschallreinigung empfehlenswert

          Nachteile

          • - Kein Timer integriert
          • - Spezielle Zahnpasta notwendig

          Die Handhabung der Emmi-dental Professional ist aufgrund des geringen Gewichtes kinderleicht – der fehlende Timer stört mich aber. Ebenso zweifelhaft ist die Tatsache, dass eine spezielle Zahnpasta vorgeschrieben wird, die nicht überall zu bekommen ist und sich auch preislich abhebt. Gefallen hat mir der Lieferumfang samt Zahnfärbetabletten und Zwischenraumaufsatz. Ebenso ist die Akkulaufzeit rekordverdächtig. Wer sich grundsätzlich für die Ultraschalltechnologie interessiert, sollte zur Emmi-dental Professional greifen.

          Der Preis

          Die Beurteilung des Preises fällt mir hier schwer: Zwar gehört die Emmi-dental Professional zu den teureren Zahnbürsten, besitzt durch die Ultraschalltechnologie aber auch ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Gemessen daran und dem hohen Lieferumfang erscheint das Angebot wiederum günstig. Die spezielle Zahnpasta ist teuer, dafür dürften die Bürstenaufsätze viele Monate halten.

          Die Ausstattung

          Das amerikanische Unternehmen Emmial Ultrasonic ist ein echter Spezialist – weniger im Bereich der elektrischen Zahnbürsten, sondern vielmehr der Ultraschalltechnik als solches. Das erschien es nur konsequent, auch Ultraschallzahnbürsten anzubieten. Denn prinzipiell besetzt man damit einen Markt, auf dem weitaus weniger Konkurrenz herrscht, als dies bei den schon beinahe „klassischen“ Schallzahnbürsten der Fall ist – die großen Hersteller Panasonic, Philips und Braun halten sich aus diesem Geschäft raus.

          In Deutschland werden die Ultraschall-Zahnbürsten unter dem Namen Emi-dent vertrieben; das „Dental“ im Namen lässt bereits auf Zahnbürsten schließen. Meine Erwartungen an die Emmi-dental Professional waren also entsprechend hoch. Schon auf dem Papier werden sie erfüllt: Mit 96 Millionen Schwingungen pro Minute setzt sich die Emmi-dental Professional klar von der Konkurrenz der Schallzahnbürsten ab. Pro Sekunde ergibt dies immerhin noch 1,6 Millionen Schwingungen, also 1,6 MHz. Der Mensch kann aber Geräusche nur in etwa bis zu einer Frequenz von 20.000 Hz wahrnehmen. Demnach ist die Zahnbürste unhörbar, weshalb künstlich ein Geräusch simuliert wird. Letzteres dient ausschließlich dazu, dem Nutzer zu signalisieren, dass sich die Zahnbürste im Betrieb befindet.

          Speichel-Zahnpasta-Emulsion im Mund (Darstellung der Emmi-dental Professional)

          Speichel-Zahnpasta-Emulsion im Mund durch Ultraschall (Darstellung)

          Durch diese hochfrequenten Schwingungen sollen aus der Speichel-Zahnpasta-Emulsion im Mund kleine Bläschen erzeugt werden, die beim Platzen Bakterien und Plaque entfernen. Sogar Zahnstein dürfte dabei keinen Halt mehr finden. Emmi-dental selbst macht für die Professional noch weitreichendere Versprechen. Die Reinigungswirkung soll sogar die Zahnzwischenräume erfassen, weshalb Zahnseide überflüssig sei und man Geld sparen würde. Selbst wenn das stimmen würde, geht diese Rechnung nicht auf: Empfohlen wird nämlich eine teure Microbläschen-Zahnpasta, die nicht gebraucht wird. Wie gut sich mit der Ultraschall-Technologie die Zähne reinigen lassen, ist umstritten. Ich habe danach allerdings ein genauso sauberes Putzgefühl, wie mit anderen Zahnbürsten auch. Was mir allerdings fehlt, ist ein Timer – der gehört eigentlich selbst bei preiswerten Zahnbürsten zum Standard.

          Der Vorteil der Technik liegt zweifelsohne darin, dass das klassische Putzen entfällt: Der Bürstenkopf wird nur an die Zähne gehalten; der Zahnschmelz wird dann durch die Microbläschen ohne mechanische Putzbewegung gereinigt. Meinen schmerzempfindlichen Zähnen kommt das entgegen, wer Probleme mit seinem Zahnfleisch hat, wird von der Emmi-dental Professional ebenso profitieren. Weil die Technologie nicht zu hören und zu spüren ist, werden auch keine verschiedenen Reinigungsprogramme benötigt. Zur Ausstattung gehören neben dem Handteil und einer Ladestation noch eine Tube der speziellen Zahnpasta von Emmi-dent. Außerdem sind im Lieferumfang zwei Standard-Bürstenköpfe und ein spezieller Aufsatz für Zahnzwischenräume enthalten. Außerdem sind zwei Mira-Ton Zahnfärbetabletten enthalten: Kinder dürften die blauen Tabletten kennen. Mit ihnen lassen sich die Zähne einfärben; nach einer kräftigen Spülung sind nur noch Bereiche mit Zahnbelag sichtbar.

          Die Akkulaufzeit

          Die Ultraschalltechnologie ist offensichtlich sehr sparsam, denn die Emmi-dental Professional kann mit einer Akkuladung 2,5 Stunden betrieben werden – was einen absoluten Rekord darstellt. Emmi-dent rechnet das in etwa 20 Nutzungstage um. Offensichtlich geht man davon aus, dass statt zwei besser drei Minuten geputzt werden sollte. An der ausgezeichneten Laufzeit ändert das nichts.

          Das Gewicht

          Die Emmi-dental Professional wiegt nur 120 Gramm, womit sie zu den leichteren Zahnbürsten gehört. Dieses geringe Gewicht ist insbesondere in Anbetracht der langen Akkulaufzeit positiv hervorzuheben.

          Amazon Bewertungen

          Unklarheit herrscht bei den Amazon-Kunden, wenn es um das Nachladen der Emmi-dental Professional im Ausland geht. Weil die Ladestation aber auch mit 110 Volt betrieben werden kann, wird hierfür lediglich noch ein Adapterstecker benötigt. Für regelrechte Kontroversen sorgt das Reinigungsergebnis der Zahnbürste: Einige Nutzer zeigen Skepsis, weil sie von der Reinigungswirkung wenig spüren. Andere halten sie den Schallzahnbürsten für überlegen. Die Studienlage ist dazu uneindeutig und scheint keine klaren Ergebnisse hervorzubringen. Dasselbe gilt für die Einschätzung, dass unbedingt die spezielle Zahncreme von Emmi-dent benötigt wurde. Die Investition dafür ist vergleichsweise hoch, was die Nutzungskosten ansteigen lässt.

          Testfazit: Das musst Du wissen

          Eine gewisse Skepsis kann ich nicht verbergen: Den technischen Daten zufolge ist die Emmi-dental Professional die leistungsfähigste Zahnbürste in ihrem Segment. Weiterhin besitzt sie einen ausdauernden Akku, ein geringes Gewicht und einen immensen Lieferumfang. Berücksichtige ich jetzt noch die geringe Konkurrenz, dann erscheint sogar der Preis nicht übermäßig hoch. Demgegenüber steht die Putztechnik als solches; Ultraschalltechnologie ist prinzipiell nichts Neues, bei der Zahnreinigung aber umstritten. Schleierhaft ist mir hingegen, warum Emmi-dent bei seinem Spitzenmodell keinen Timer integriert hat. Wer erhebliche Probleme mit seinem Zahnfleisch hat, Inlays, Brücken oder Implantate sein Eigen nennt, sollte sich die Emmi-dental Professional dennoch genauer ansehen.

          Wie sind deine Erfahrungen mit der Emmi-dental professional? Kannst du vielleicht über Langzeiterfahrungen berichten?

          2 Kommentare

          1. Edwin A. Biedermann

            Das Akkuproblem haben alle bisherigen elektrischen Zahnbürsten. Ich habe das vor 2 1/2 Jahren mit meiner Braun-Zahnbürste erlebt und bin damals auf das relativ neue System Emmi-dent umgestiegen. Die Reionigungsleistungen sind sehr gut, vor allem der Zahnzustand und das Zahnfleisch wurden optimiert, wie mein letzter Zahnarztbesuch vor wenigen Wochen zeigte.
            Bei dem neuesten Modell von Emmident sind Akku und Zahnbürste leicht trennbar. Dadurch wird das beschriebene ärgerliche Moment vermieden.

          2. Michaela Mall

            Preis

            2.4

            Ausstattung

            3.2

            Gewicht

            10

            Ich habe vor vier Jahren eine Ultraschall-Zahnbürste Emmi® dent 6 Professional angeschafft und kann die hervorragende Akkuleistng in der Langzeitnutzung nicht betätigen. Jetzt, nach 4 Jahren, hält der Akku trotz inzwischen ständigem Verbleiben auf der Ladestation kaum 10 Minuten durch (der Akku schaltet am Ende des Putzvorgangs von ca. 5-7 Minuten schon auf rot bzw. der Motor lässt nach). Dieses ständige Angewiesen sein auf eine Stromquelle ist auf Reisen lästig (und macht den Faktor „leichtes Reisegewicht“ wieder sinnlos) und es ist auch unökologisch, egal wie wenig Strom gezogen wird. Ein Akkuaustausch ist bei dem Gerät nicht möglich, es muss eingeschickt und teuer „repariert“ werden – und zwar mit Kosten in Höhe von ca. 50% des Anschaffungspreises (so die Auskunft auf meine Nachfrage beim Verkäufer). Auf diese teuren Folgekosten und das Akkuproblem im Langzeittest sollten die zukünftigen Käufer wegen des ohnehin schon hohen Anschaffungspreises unbedingt hingewiesen werden, denn diese Kosten kommen ja zum ebenfalls hohen Preis der Spezialzahnpasta auch noch hinzu! Hier gibt es mit sicherheit also noch einiges an Verbesserungspotential.

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