Waterpik Sensonic SR-1000E im Test

Waterpik Sensonic SR-1000E

Waterpik Sensonic SR-1000E
6.75

Preis

8/10

    Ausstattung

    7/10

      Akkulaufzeit

      8/10

        Gewicht

        4/10

          Vorteile

          • - Hohe Reinigungsleistung durch 30.000 Schwingungen pro Minute
          • - Wandbefestigung der Ladestation möglich

          Nachteile

          • - Hohes Gewicht
          • - Magere Ausstattung

          Hohe Leistung, rudimentäre Ausstattung – so ließe sich das Gesamtergebnis in wenigen Worten ausdrücken. Keine Reinigungsprogramme zum Polieren, Aufhellen oder Massieren der Zunge. Aber genau diese Reinigung gelingt der Waterpik Sensonic SR-1000E ausgesprochen gut, das Ergebnis kann mit den teureren Konkurrenten mithalten. So leistet sich die Zahnbürste des amerikanischen Traditionsherstellers vom hohen Gewicht abgesehen keine echten Schwächen. Wer Wert auf saubere Zähne legt und viele unterschiedliche Reinigungsprogramme ohnehin nie verwendet, kann hier bedenkenlos zugreifen.

          Der Preis

          Häufig wird der angeblich zu hohe Preis der Waterpik Sensonic SR-1000E bemängelt – was ich eigentlich nicht nachvollziehen kann. Die Zahnbürste ist spürbar günstiger als die Konkurrenz im Premium-Bereich, bietet aber einen genauso kräftigen Motor. Dass die SR-1000E etwas unterhalb der Spitzenmodelle positioniert wird, zeigt sich hingegen bei der Ausstattung.

          Die Ausstattung

          Der Name „Waterpik“ wird vielen Lesern zum ersten Mal begegnen. Tatsächlich handelt es sich bei dem amerikanischen Hersteller um einen echten Pionier der Mundhygiene: Das 1962 in Colorado gegründete Unternehmen lies sich 1967 die Munddusche patentieren. Nach gut 50 Jahren Erfahrung erwarte ich natürlich eine gewisse Kompetenz, die sich auch in der Qualität der Produkte zeigt.

          Positiv ist mir die Reinigungswirkung aufgefallen. Mit 30.000 Schwingungen erreicht man das Niveau der Spitzenkonkurrenz zu einem günstigeren Preis. Wohlgemerkt der Konkurrenz der Schallzahnbürsten – denn Waterpik ist auf der eigenen Webpräsenz ein Lapsus unterlaufen, indem die Bewegungen der Sensonic SR-1000E einmal als „Ultraschall“ bezeichnet werden. An weiteren Ausstattungsmerkmalen ist noch ein Timer vorhanden, der alle 30 Sekunden den Wechsel des Kieferquadranten anmahnt, sowie eine Aufladeanzeige für den Akku. Positiv fällt der Lieferumfang mit drei Aufsteckbürsten aus: Neben einer Standardbürste werden noch eine „Small“-Version und eine Zwischenraum-Bürste mitgeliefert. Letztere ist insbesondere für die Träger von Zahnspangen ein Gewinn.

          Weitaus mehr gibt es zur Ausstattung nicht zu vermelden. Ein – aus meiner Sicht bei Schallzahnbürsten verzichtbarer – Aufdrücksensor ist nicht integriert. Ebenso gibt es auch keine Vielzahl von Reinigungsprogrammen; lediglich zwei Geschwindigkeitsstufen stehen zur Wahl. Dabei handelt es sich aber um einen durchaus tragbaren Kompromiss, mit dem die meisten Nutzer vermutlich zufrieden sind. Die Ladestation bietet vier Plätzen für Aufsätze Platz und lässt sich zudem an der Wand befestigen. Dübel und Schrauben sind bereits im Lieferumfang enthalten.

          Die Akkulaufzeit

          Eine gute Woche Laufzeit bei täglicher Nutzung sind in Ordnung, mehr allerdings nicht. Ich muss ehrlich zugegen, dass ich ein etwas größeres Durchhaltevermögen erwartet hätte. Es scheint seinen Grund zu haben, dass sich Waterpik selbst über die Laufzeit ausschweigt. Die Ladezeit eines komplett geleerten Akkus beträgt wie bei den Konkurrenten etwa 24 Stunden.

          Das Gewicht

          204 Gramm wiegt die Waterpik Sensonic SR-1000E, was mehr als der doppelten Masse sehr leichter Schallzahnbürsten entspricht. Woher die üppige Masse kommt, bleibt mir aber ein Rätsel. Der Akku kann für das schwere und klobige Gehäuse kaum verantwortlich sein, seine Laufzeit fällt nur mittelmäßig aus. Erwachsene werden sich an das Gewicht gewöhnen, für Kinder scheint die Zahnbürste aber nicht ideal. Abgesehen davon fällt das Gehäuse auch sehr klobig aus.

          Amazon Bewertungen

          Das hohe Gewicht und die vergleichsweise üppige Baugröße gefallen nicht jedem Kunden. Aus meiner Sicht lassen sich diese Aspekte aber verschmerzen. Was mich persönlich interessiert hat, war die Lebensdauer der Zahnbürste, die mir durch den Stromspeicher limitiert erscheint. Der Nickel-Metallhydrid-Akku wird aus mir unerklärlichen Gründen von Waterpik beworben. Hier setzen die Amerikaner vermutlich auf die Unwissenheit der Kunden, die nicht wissen, dass es sich dabei um eine Technik aus den 80er Jahren handelt. Die meisten anderen Hersteller verbauen ganz selbstverständlich moderne Lithium-Ionen-Akkus. Hier kann aber Entwarnung gegeben werden, denn die Lebensdauer von drei bis vier Jahren entspricht den üblichen Angaben der meisten Schallzahnbürsten.

          Testfazit: Das musst Du wissen

          Die Waterpik Sensonic SR-1000E kann in Hinblick auf die Leistung mit teureren Zahnbürsten der Konkurrenz mithalten – das macht sie aus meiner Sicht interessant. Wer also auf eine gute Reinigungswirkung mehr Wert legt als auf viele Ausstattungsfeatures, sollte den Kauf in Erwägung ziehen. Der kräftige Motor scheint aber leider auch von der schweren Sorte zu sein, anders ist das auffallend hohe Gewicht der Zahnbürste nicht zu erklären. Mir genügen die beiden Reinigungsmodi jedenfalls vollkommen, und auch ein Aufdrücksensor erscheint bei Schallzahnbürsten verzichtbar. Im Vergleich zu oszillierenden Modellen wird nämlich ohnehin mit weniger Druck gearbeitet, was das Risiko der Schädigung des Zahnschmelzes oder -Fleisches gering hält. Die Akkulaufzeit liegt im Mittelfeld und ist nicht weiter erwähnenswert. Positiv möchte ich noch einmal die Wandhalterung erwähnen: Die meisten Hersteller bieten eine solche Ladestation in dieser Preisklasse nur als optionales Zubehör an, wodurch die Waterpik Sensonic SR-1000E preislich noch etwas interessanter wird.

          Wie sind deine Erfahrungen mit der Waterpik Sensonic SR-1000E? Kommst du mit dem hohen Gewicht zurecht?

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